De Young Museum
Interaktive HoloPro™ Wände begeistern BesucherIm Oktober 2005 wurde in San Francisco nach fünfjähriger Bauzeit der Neubau des De Young Museums eröffnet. Geplant von den Architekten der Allianz Arena Herzog & de Meuron, vereint er als größtes Kunstmuseum der Stadt Sammlungen, die sowohl westliche Kunst als auch kulturell bedeutende Objekte aus der ganzen Welt umfassen. Der prägnante Bau beinhaltet verschiedene Zonen: Galerien für Gemälde und offene Räume.
Doch das Haus besticht nicht nur durch seine aufregende Architektur. Auch bei der Präsentation der Ausstellungsstücke geht man im Golden Gate Park neue Wege. Die wichtigsten Teile der Sammlungen können in einer einmaligen Hightech-Installation auf raumhohen Bildschirmen "durchgeblättert" werden.
Das Projekt, entwickelt von Propp + Guerin aus San Francisco, ist weltweit einer der größeren HoloPro™-Installationen. HoloPro™ besteht aus holographisch optischen Elementen, die mittels Laser auf einen hochtransparenten Film aufgebracht werden. Durch die lichtlenkende Wirkung der HoloPro™ kann von der Decke per Rückprojektion auf die Glasfläche projiziert werden. Das Ergebnis ist ein scharfes, kontrastreiches Bild selbst bei Tageslicht.
Die Displays sind in der frei zugänglichen Kimball Education Gallery des Museums installiert. Sie dienen als raumhohe interaktive Präsentationsfläche der Hauptsammlungen des De Young Museums. Sobald der Raum für Empfänge und Workshops genutzt werden soll, wird die Projektion ausgeschaltet und die Glaselemente werden zum Teil der Rauminstallation, ohne zu stören oder abzulenken.
"We wanted something beautiful," wird Sheila Pressley, die Driektorin des Education Programme des de Young Museums zitiert. Die Flächen bieten in der Tat ein besonderes Erlebnis. Elegant, transparent und ohne Kabel wird der Betrachter zum Teil der Präsentation.
Der Besucher kann die Präsentation mittels Gesten steuern. Die Position der Hand wird mittels einer Technik von GestureTek ermittelt und in Aktionen umgesetzt.
Die Multimedia Abbildungen haben bewußt ihre eigene Gallerie, um nicht in Konkurrenz zu den Originalen zu treten. Die Intention der Museumsmacher ist es, die Technik als Einführung zur eigentlichen Kunst zu nutzen - nichts soll von den realen Kunstobjekten ablenken.

